Bei Verhaltenskodex endlich konkret werden
Bundesministerin Julia Klöckner tauscht sich mit dem Handel über ein faires Miteinander mit der Landwirtschaft aus – Forderung nach mehr Verbindlichkeit
Berlin (bmel) – Auf Einladung von Bundesministerin Julia Klöckner traf sich der Lebensmitteleinzelhandel noch vor Weihnachten zu einem Gespräch mit der Bundesministerin in einer Videoschalte. Julia Klöckner mahnte die anwesenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels sowie die Handelsverbände an, endlich konkreter zu werden und nicht auf Zeit zu spielen – und nicht mit der Forderung abzulenken, der Staat solle in einen Fonds einzahlen, um die Bauernproteste vor den Lebensmittellagern abzuwenden. Der Handel verdiene gut, dazu gehöre auch eine angemessene Entlohnung der bäuerlichen Lieferanten, zumal immer höhere Standards von Handelsseite von ihnen verlangt, aber nicht immer entlohnt würden.

(BML) – Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, ist heute zum Welternährungsausschuss nach Rom gereist. Ziel der Reise ist es, auf die Zusammenhänge zwischen einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Bleibeperspektiven für die Menschen vor Ort aufmerksam zu machen. Außerdem wirbt die Ministerin mit ihrer Teilnahme beim Plenum des Welternährungssausschusses (CFS) dafür, dieses Gremium und die von ihm erarbeiteten Produkte zu stärken. Dafür hat sie auch 500 000 Euro im Gepäck, um die Arbeit des CFS weiterhin zu unterstützen und ein Signal an andere Mitgliedstaaten zu senden.
(BfT) – Landwirtschaft findet weltweit zu einem großen Teil in den weniger entwickelten Ländern statt. Die Kleinbauern produzieren dort vorwiegend für einen sehr kleinen regionalen Markt, häufig ausschließlich zur Selbstversorgung der Bevölkerung. Hunger und Unterernährung gehören für mehr als 800 Millionen Menschen noch immer zum Alltag.