Umweltstandards und Auflagen kosten Bauern viel Geld
L P D – Die Einhaltung von EU-Standards und zusätzlichen Auflagen verursacht den deutschen Landwirten Kosten in nicht unerheblicher Höhe. Das ist das erste Zwischenergebnis einer Studie von Dr. Steffen Noleppa vom Forschungsinstitut HFFA Research und Prof. Helmut Karl von der Universität Bochum, die der Deutsche Bauernverband vergangene Woche vorgestellt hat. Angegeben werden danach Kosten in einer Größenordnung von 4,6 Mrd. Euro. Die Analyse belegt nach Einschätzung des Verbandes, in welchem Umfang die Landwirtschaft öffentliche Güter bereitstellt. In offenen Märkten sind die europäischen und deutschen Standards „öffentliche Leistungen mit Wert“, betont der Deutsche Bauernverband und wünscht sich mit der Studie einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Endgültige Ergebnisse der Studie werden im Herbst erwartet.
[Foto: Landvolk] L P D – Niedersachsens Landwirte ersetzen offenbar immer häufiger Mineraldünger durch hofeigenen Wirtschaftsdünger. Diesen Schluss legt nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes eine Aufstellung des Bundesamtes für Statistik zur Düngemittelversorgung nahe. Danach ist der Großhandelsabsatz stickstoffhaltiger Mineraldünger von 2014/15 bis 2015/16 um mehr als 50.000 t Rein-Stickstoff auf aktuell 267.016 t zurückgegangen. Damit liegt der Stickstoffabsatz für das Jahr 2015/16 deutlich unter dem langjährigen Mittel von gut 300.000 t. „Das ist ein eindeutiger Beleg für die erfolgreichen Bemühungen unserer Landwirte, Düngemittel noch wesentlich gezielter einzusetzen und insbesondere Mineraldünger einzusparen“, wertet Landvolkpräsident Werner Hilse die Zahlen.
Frankfurt/Main (ots) – Das Ertragsniveau des ökologischen Landbaus in Deutschland ist im Vergleich zum konventionellen Anbau weiter zurückgegangen. Während Bio-Bauern in den drei Wirtschaftsjahren 2007/08 bis 2009/10 auf vergleichbaren Flächen noch durchschnittlich 45 Prozent der Weizenerträge ihrer konventionell wirtschaftenden Berufskollegen erzielten, sind die Erträge in den Wirtschaftsjahren 2011/12 bis 2013/14 auf durchschnittlich 43 Prozent gefallen. Oder anders ausgedrückt erwirtschafteten konventionelle Betriebe auf gleicher Fläche zuletzt 132 Prozent mehr Weizen – im Vergleichszeitraum waren es „nur“ 121 Prozent mehr. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei allen wesentlichen Ackerkulturen.