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Redaktion Agrar & Umwelt
  

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Umweltstandards und Auflagen kosten Bauern viel Geld

L P D – Die Einhaltung von EU-Standards und zusätzlichen Auflagen verursacht den deutschen Landwirten Kosten in nicht unerheblicher Höhe. Das ist das erste Zwischenergebnis einer Studie von Dr. Steffen Noleppa vom Forschungsinstitut HFFA Research und Prof. Helmut Karl von der Universität Bochum, die der Deutsche Bauernverband vergangene Woche vorgestellt hat. Angegeben werden danach Kosten in einer Größenordnung von 4,6 Mrd. Euro. Die Analyse belegt nach Einschätzung des Verbandes, in welchem Umfang die Landwirtschaft öffentliche Güter bereitstellt. In offenen Märkten sind die europäischen und deutschen Standards „öffentliche Leistungen mit Wert“, betont der Deutsche Bauernverband und wünscht sich mit der Studie einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Endgültige Ergebnisse der Studie werden im Herbst erwartet.

Im Einzelnen hat die Studie die von der deutschen Landwirtschaft zu tragenden Mehrkosten und Mindererlöse analysiert, die in Folge der Einhaltung europäischer Umweltstandards und zusätzlicher Auflagen in den Bereichen Gewässerschutz, Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Cross Compliance und Greening anfallen. Die beiden Wissenschaftler betonten, dass der Betrag noch vorsichtig gerechnet sei, weil nicht alle tatsächlich relevanten Standards eingeflossen seien. So fehlten unter anderem die erwarteten verschärften Emissionsschutzauflagen, die Auswirkungen des Mindestlohns und die Auswirkungen erhöhter nationaler Tierhaltungsstandards. Der DBV fordert, dass die bislang analysierte Kostenbelastung bei der GAP-Weiterentwicklung berücksichtigt werden sollte. Der Verband erinnerte an seine Forderung zur Bundestagswahl, die „Standards mit Augenmaß“ anmahnt. Die Landwirtschaft müsse ihre Wettbewerbsfähigkeit in global offenen Märkten beweisen. So gehen die Wissenschaftler nach Auswertung der bereits vorliegenden Daten allein bei der Wasserrahmenrichtlinie von Mehrkosten in Höhe von hochgerechnet 1,4 Mrd. Euro aus. Wegen der neuen Düngeverordnung rechnen sie mit Erfüllungskosten der Wirtschaft von mehr als 190 Mio. Euro, auf sektoraler Ebene mit 0,5 Mrd Euro. (LPD 48/2017)

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