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„Pathogenitätsmechanismen von Viren“

Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Rott aus Anlass seines 75. Geburtstags

Aus Anlass des 75. Geburtstags von Prof. Rudolf Rott veranstaltet die Gesellschaft für Virologie gemeinsam mit dem Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität am 29. und 30. Juni in Gießen (29. Juni ab 14 Uhr im Hörsaal des Instituts für Veterinär-Physiologie, Frankfurter Straße 100, 35392 Gießen) ein wissenschaftliches Symposium über „Pathogenitätsmechanismen von Viren“. Diesem Thema waren auch der Sonderforschungsbereich 47 und daran anschließend eine Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewidmet, als deren Sprecher Prof. Rudolf Rott über 25 Jahre lang an der Universität Gießen ein Zentrum der internationalen Spitzenforschung im Bereich der Virologie geschaffen hat. Auf der Tagung werden ehemalige Mitarbeiter und Kollegen von Prof. Rott über Influenza, Bornasche Krankheit, BSE, hämorrhagisches Fieber und andere aktuelle Probleme auf dem Gebiet der Virusforschung sprechen.

Prof. Dr. vet.med. Dr. h.c. Rudolf Rott, geb. am 23. Mai 1926 in Stuttgart, studierte von 1950 bis 1954 in Gießen Veterinärmedizin, wo er 1955 promoviert wurde und anschließend am Veterinärhygiene- und Tierseuchen-Institut bei Prof. Dr. Elmar Roots als Assistent tätig war. Von 1958 bis 1964 war er wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Werner Schäfer am Max-Planck-Institut für Virusforschung in Tübingen. 1963 habilitierte er sich an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen, an die er 1964 als Professor für Virologie berufen wurde. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 leitete er dort das neu gegründete Institut für Virologie. Von 1968 bis 1988 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Pathogenitätsmechanismen von Viren“ und von 1989 bis 1994 Sprecher der gleichnamigen Forschergruppe.

Seine Leistungen als Forscher haben Prof. Rott hohes Ansehen verschafft und ihn zu einem gesuchten Experten in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien gemacht. Richtungsweisend waren insbesondere seine Arbeiten zur Aufklärung der Infektionsmechanismen bei Influenza- und Paramyxoviren und die Untersuchungen, in denen die molekularen Grundlagen der Pathogenität dieser Viren beschrieben wurden. Ebenfalls von Bedeutung waren seine Arbeiten, die zur Aufklärung der Pathogenese der Bornaschen Krankheit und führten. Von den zahlreichen Auszeichnungen, die er erhielt, seien hier nur die Ehrendoktorwürde der FU Berlin (1981), der Robert-Koch-Preis (1987), der Max-Planck-Forschungspreis (1991) und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1997) genannt.

Informationsdienst Wissenschaft (idw) – Pressemitteilung Justus-Liebig-Universität Gießen, 25.06.2001

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